Fritz Bauer Institut · Cinematography of the Holocaust


Deutsche Wochenschau // [Nr. 570 / 33 / 06.08.1941] ///. D: ? [DE, 1941]

ID

FBW000823      Weekly neewsreel

Country / Year

Germany, 1941

Original Title

Deutsche Wochenschau // [Nr. 570 / 33 / 06.08.1941] ///

Other Title(s)

[Beitrag 6: Das zerstörte Baltui /// [Beitrag 9: Die grosse Schlacht im Raume von Smolensk]

Produced by

Deutsche Wochenschau GmbH, Berlin

Length

979 m / 35'47'' (Wochenschau); 36,5 m / 1'20'' (Beitrag 6); 103 m / 3'49'' (Beitrag 9)

Format

35mm/1:1,37

Dates

- 06 Aug 1941: Censor B 55732; B 55734

Remarks

1. "Der Zug der Juden mit der Herausstellung einzelner Typen wurde in allen Teilen des Reiches häufig mit Bemerkungen des Abscheus aufgenommen, wobei verschiedentlich die Frage gestellt wurde, was denn eigentlich mit diesen Horden in Zukunft geschehen sollte." In: Meldungen aus dem Reich, Nr.211, 140.8.1941 (Zur Aufnahme der Wochenschau vom 09.-16.8.1941).

Further Remarks

- Zensurlänge: 979 m / 35'47''
Aufnahmeort: Balti (Beitrag 6), Smolensk (Beitrag 9)

Subject Terms

1940-1949; Anti-Bolshevism; Anti-Semitic propaganda; Anti-Semitism; Balti; Deportations of Jews; Jewish badges; Assembly camps; Smolensk; Forced labor; Forced laborers

Holdings

- Bundesarchiv - Filmarchiv, Berlin: 970 m / 35'27''; 35mm
- Bundesarchiv - Filmarchiv, Berlin: 385 m / 35'06''; 16mm

Contents (detailed)

Protokoll (- m, 16mm):
Beitrag 6:
- 078,3 Ausgebombte Wohnbezirke der Stadt Balti (div. kurze Einst., Flugaufnahmen)
- 081,7 Leichen auf Straßen (div. kurze Einst., halbnah, z.T. Schwenk)
- 084,6 jüdische Bevölkerung Baltis auf Weg in Sammellager: Deportierte marschieren z.T. barfuß mit Bündeln auf Schultern oder in den Armen auf Landweg, über Brücke (div. kurze Einst., z.T. halbnah)
- 088,8-092,8 Deportierte in kilometerlanger Kolonne auf Fußmarsch, bewacht von Wehrmachtssoldaten (div. kurze Einst., z.T. halbnah, z.T. Obersicht)
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- 078,3-092,8 Kommentarton: “Flug über Balti. Diese einst blühende rumänische Stadt, die durch die erpresserische Politik der Sowjets vorübergehend in den Besitz der Bolschewiken kam, ist heute ein einziger Trümmerhaufen. Beim Herannahen der deutschen Truppen legten die bolschewistischen Mordbrenner auf Befehl Stalins alles in Schutt und Asche. Auch Balti war der Schauplatz furchtbarster Greueltaten der GPU und ihrer jüdischen Helfershelfer. Männer, Frauen und Kinder wurden bestialisch hingeschlachtet, nachdem sie vorher von den jüdischen Henkersknechten viele Stunden lang gefoltert und gemartert worden waren. Zum Teil wurden diese Unglücklichen bei lebendigem Leibe verbrannt. Die jüdische Bevölkerung Baltis wird in Sammellager gebracht. Das sind jene Ostjudentypen, die besonders nach dem Weltkriege die Großstädte Mittel- und Westeuropas überschwemmten, wo sie als Parasiten ihre Gastvölker zersetzten und tausendjährige Kulturen zu vernichten drohten. Wo sie auch auftauchten, brachten sie Verbrechen, Korruption und Chaos mit sich. Ihr Weg ist Raub und Verwüstung.“
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Beitrag 9:
- 164,0 Sowjetische Kriegsgefangene auf Lagerplatz (div. kurze Einst., z.T. Schwenk, z.T. nah)
- 167,8 Kolonne von Kriegsgefangenen auf Fußmarsch (div. kurze Einst., z.T. nah)
- 172,6 Deutsche Soldaten auf Eisenbahngelände mit zertrümmertem, qualmendem Transportzug, Flakgeschütz auf fahrendem LKW (div. kurze Einst.)
- 177,2 Brennende Autos, Flammenschein über Smolensk, Rauchwolken (div. kurze Einst.)
- 179,8 Deutsche Soldaten im Kampf auf offener Straße, Soldaten u. Kameramann überqueren Straße, im Hintergrund brennende Häuser (div. kurze Einst.)
- 188,1 Deutsche Soldaten durchsuchen sowjetischen Kriegsgefangenen, Gefangene mit erhobenen Händen auf Weg in Lager, Zwischenschnitt: deutscher Soldat (groß), zwei GPU-Kommissarinnen (K-Ton) in Uniform, Schwenk von Stiefeln auf Gesichter der Frauen (div. kurze Einst.)
- 194,6 Männer nähen ca. 20 cm große Judensterne auf Jacken (halbnah). Männergesichter, einzeln. Mann mit großem Judenstern auf Unterhemd, Schwenk von Oberkörper auf Gesicht des Mannes (div. kurze Einst., leichte Obersicht)
- 198,1 Deutscher Soldat verteilt Schaufeln an Arbeiter mit großen Judensternen auf Brust u. Rücken (z.T. nah). Schwenk über Männer bei Straßenaufräumungsarbeiten: Auflesen von Unrat, Straßekehren, Transport von Holzlatten (div. kurze Einst.)
- 203,1-205,9 Mann räumt Granaten in Leiterwagen (nah), Männer schieben Leiterwagen mit Gewehren, Munitionsgürteln, Helmen (halbnah), entladen Wagen. Haufen von Gewehren (nah) (div. kurze Einst.)
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- 164,0-205,9 Kommentarton: “Das Ziel der deutschen Führung, die bolschewistischen Armeen in Vernichtungsschlachten zu zerschlagen, geht seiner Erfüllung entgegen. Auch die Zahl der Gefangenen steigt unaufhörlich weiter. Schon in den ersten Wochen haben Hunderttausende von Bolschewiken die Waffen gestreckt und sich ergeben. Im Raume ostwärts Smolensk: Nach vierzehntägigem schweren Ringen geht die Schlacht ihrer Entscheidung entgegen. Hier schlugen die Bomben unserer Stukas ein und vernichteten einen sowjetischen Transportzug. Flak- Artillerie, auch zum Beschuß von Erdzielen erfolgreich eingesetzt, rückt vor. Ganze Stadtteile des hart umkämpften Smolensk stehen in hellen Flammen. In erbitterten Straßenkämpfen dringen unsere Truppen am 16. Juli in die Stadt ein. Zwei Wochen lang behauptete die sowjetische und britische Lügenpropaganda, Smolensk befinde sich noch in bolschewistischer Hand. Sowjetsoldaten, die sich Zivilkleider anzogen, um ihrer Gefangennahme zu entgehen. Die politischen Truppenkommissare hatten ihnen eingeredet, daß die Deutschen die Gefangenenen zu Tode marterten. Zwei weibliche Kommissare. Sie gehörten zu den Henkersknechten der GPU. Und hier eine Auslese von Judentypen! Endlich werden sie zur Arbeit gezwungen - wie man sieht, eine ungewohnte Tätigkeit für sie. Hier müssen sie die Rückzugsstraßen der Sowjets aufräumen.“
Erschließung durch das Bundesarchiv - Filmarchiv, Berlin, redigiert