Fritz Bauer Institut · Cinematographie des Holocaust


Augenzeuge [1965] // [Nr. 02 / 06.01.1965] ///. R: ? [DD, 1965]

ID

FBW002968      Wochenschau

Land / Jahr

DDR, 1965

Originaltitel

Der Augenzeuge [1965] // [Nr. 02 / 06.01.1965] ///

Andere Titel

[Beitrag 4: Juristen des Auschwitz-Prozesses in Frankfurt/M. bei einem Ortstermin im KZ], alle Beiträge der Folge, siehe Anmerkung

Produktion

DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme, Berlin/Ost

Auftritt

Hans Hofmeyer (Vorsitzender Richter)

Erwähnung

Hans Wimmer (Bildhauer)

Länge

1'36'' (Beitrag 4)

Format

35mm/sw/1:1,37

Zeitangaben

- 06.01.1965: Kinostart

Anmerkungen

1. Alle Beiträge der Folge:
[Beitrag 1: 'Der Augenzeuge' zu Gast im Robur-Werk Zittau] ///
[Beitrag 2: Aufnahmen vom Überfall auf Pearl-Habour] ///
[Beitrag 3: Protest gegen Atomminen-Gürtel in Westdeutschland] ///
[Beitrag 4: Juristen des Auschwitz-Prozesses in Frankfurt/M. bei einem Ortstermin im KZ] ///
[Beitrag 5: Arbeiter bei Bohrturmverschiebung vom Schneesturm überrascht] ///
[Beitrag 6: Mit einem Kameramann der polnischen Wochenschau im Sudan] ///
[Beitrag 7: Sowjetische Turnmeisterschaften der Frauen endeten mit grosser Überraschung] ///
[Beitrag 8: Altersturnen der BSG Einheit Nordost in Berlin].

Synopsis

Beitrag 4: Juristen des Auschwitz-Prozesses in Frankfurt am Main bei einem Ortstermin im Vernichtungslager Auschwitz.

Schlagworte

1960-1969; Auschwitz (KZ); Auschwitz-Prozess (Frankfurt 1963-1965); Ortstermin

Kopien

- Bundesarchiv - Filmarchiv, Berlin; 35mm

Verleih

Progress Film-Vertrieb VEB, Berlin/Ost (ursprünglich)
Progress Film, Berlin (aktuell)

Materialien

- Bundesarchiv - Filmarchiv, Berlin; Protokoll

Literatur

- Jordan, Günter: "Der Augenzeuge", Schwarzweiß und Farbe. DEFA-Dokumentarfilme 1946-92, Jordan, Günter / Schenk, Ralf (Red.); Filmmuseum Potsdam (Hg.), Berlin: Jovis, 1996

Inhalt (detailliert)

Beitrag 4, Einstellungsprotokoll:
- Paulskirche (total)
- Mahnmal an der Paulskirche, Steinplastik von Hans Wimmer: gefesselter Mann, Hände über gebeugten Kopf haltend (halbnah)
- Große verglaste Eingangstür. Auf linkem Flügel Plakat: älterer Frau mit Kopftuch, auf Brust Davidstern. Darüber Schriftzug: "AUSCHWITZ". Rechter Flügel der Glastür geöffnet. Menschen kommen heraus (total)
- Mann u. Frau in Rückenansicht gehen an Ausstellungswand mit Plakaten vorbei. Rechtes Plakat wie in vorheriger Einstellung. Auf linkem Plakat zwei Männer in KZ-Kleidung. Am Ende des Ganges weiteres Plakat mit Männern in KZ-Kleidung hinter Stacheldraht (total, Fahrt dem Paar folgend)
- Lagerstraße in Auschwitz, rechts u. links von Stacheldraht eingezäunt (total)
- Hans Hofmeyer (Vorsitzender Richter) u. Begleiter (nicht identifiziert) gehen Lagerstraße entlang (nah, Kamerafahrt, halbnah)
- Hofmeyer u. Begleiter in Rückenansicht, stehend (nah)
- Hofmeyer u. Begleiter stehend, leicht seitlich zur Kamera gewendet. Begleiter raucht (nah)
- Besichtigungsgruppe in Rückenansicht durch Torgitter. Stehen in Nähe der Schwarzen Wand (total)
- Mann mit vernarbtem Gesicht (Porträt, nah)
- Mann mit vernarbtem Gesicht u. andere Männer gehen Straße in Auschwitz entlang (halbnah)
- Drei Männer mit Metermaß stehen vor Gebäude (total)
- Einige Männer auf Straße in Auschwitz stehend. Zwei Männer fotografieren. Mann im Vordergrund zeigt nach rechts (total)
- Drei Männer mit Rücken an der Schwarzen Wand stehend. Neben ihnen Kränze am Fuß der Wand. Im Vordergrund Mann ins Bild tretend (total)
- Dachfenster einer Backsteinbaracke. Schemen von Mann mit Fotoapperat (vermutl. Aussage prüfend, ob es möglich war, aus dem Fenster Erschießungen an der Schwarzen Wand zu beobachten) (halbnah)
- Rechts u. links Blocks in Auschwitz. Dazwischen auf Straße zwei Männer (weit)
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Tonprotokoll:
Gesamter Beitrag mit Musik. Sprecher.
- Sprecher: "Die Paulskirche in Frankfurt am Main. Die Auschwitz-Ausstellung beschwor für die alten Generationen noch einmal die Schreckenszeit des Faschismus herauf, für die Jugend waren die Bilder und Dokumente kaum glaubhafte Berichte über die Verbrechen von Bestien in Menschengestalt"
- "Richter, Staatsanwälte und Verteidiger im Auschwitz-Prozess hatten die Möglichkeit, das Vernichtungslager zu besichtigen. Vier Millionen Menschen aus fast allen Ländern der Erde wurden hier ermordet. Die Messungen und Ortsvergleiche sanken zu unbedeutenden Nichtigkeiten herab angesichts der ungeheuren Todesfabrik, die sich den Augen darbot. Und Bonn will ab 8. Mai 1965 die Verjährung durchsetzen"
Lt. Kopie Bundesarchiv - Filmarchiv, Berlin