Fritz Bauer Institut · Cinematographie des Holocaust
ID |
FBW002886 Dokumentarfilm |
Land / Jahr |
Israel, 1998 |
Originaltitel |
Three Sisters / Shalosh Ahayot |
Andere Titel |
Drei Schwestern (deutscher Titel) |
Regie |
Tsipi Reibenbach |
Produktion |
Tsipi Productions, Tel Aviv / Israel Broadcasting Authority, Jerusalem / Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF), Mainz |
Prod. / Stab |
Drehbuch: Tsipi Reibenbach; Interviewer: Tsipi Reibenbach; Kamera: Roni Katsenelson, David Gurfinkel, Yoram Milo; Schnitt: Era Lapid; Ton: Amir Buberman, Dani Matalon; Recherche: Tsipi Reibenbach |
Länge |
67' |
Format |
16mm/farbe/1:1,37 |
Zeitangaben |
- 21.02.1998: Uraufführung, Berlin (48. Internationale Filmfestspiele, Delphi, 28. Internationales Forum des Jungen Films) |
Synopsis |
Die Mutter von Tsipi Reibenbach und ihre beiden Tanten sind Schwestern. Karola ist mit achtundsiebzig Jahren die Älteste. Ester ist die Jüngste, sie ist siebzig. Die Mutter, Fruma, ist fünfundsiebzig Jahre alt. Die drei haben den Holocaust in Arbeitslagern überlebt. Auch nach fünfzig Jahren sind sie nicht in der Lage, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Dies ist ein Film über ihr Trauma. Jetzt sind sie drei ältere Frauen. Karola ist bereits seit elf Jahren verwitwet und hat die Lust am Leben vor Jahren verloren. Sie wohnt in einem Altersheim. Anders als Karola versucht Ester, zwischen den Besuchen bei ihrem gelähmten Mann ihr Leben zu genießen. Sie liebt das Meer, Soap-operas und das Kartenspiel. Fruma ist hauptsächlich damit beschäftigt, zum Artz zu gehen und Arzt-Besuche für ihren kranken Mann abzusprechen. Drei ältere Schwestern, die von Zeit zu Zeit telephonieren und nicht nur mit ihrer Einsamkeit fertigwerden, sondern auch mit den Schatten ihrer Vergangenheit. Fruma schreibt ihre Memoaren, sie und Karola waren in dem gleichen Lager. Karola ist nicht bereit und in der Lage, über die Vergangenheit oder die Gegenwart zu sprechen, aus Angst zusammen zu brechen, wenn sie das Trauma ihres Lebens erwähnt. Ester sucht ihre verlorene Jugend: sie war Jugendliche, als sie in das Arbeitslager kam. Alle drei heirateten direkt nach dem Krieg und bekamen Kinder. Jetzt, plötzlich, sind sie alt geworden und führen ein lebloses Leben. DREI SCHWESTERN handelt von Menschen, deren Zeit abläuft, die sich im Alter vor dem Tod fürchten. Es ist ein Film über ein ganzes Leben und auch über den Tod und das Ende einer Generation, die in der nahen Zukunft nicht mehr bei uns sein wird. Während der Dreharbeiten ist Esters Ehemann gestorben, und karola hat versucht, sich umzubringen. |
Schlagworte |