Fritz Bauer Institut · Cinematographie des Holocaust
ID |
FBW002617 Dokumentarfilm |
Land / Jahr |
Deutschland, 1999 |
Originaltitel |
Die Loevys. Eine Familiengeschichte |
Regie |
Armin D. Steuer |
Produktion |
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Prod. / Stab |
Redaktion: Fritz Breuer, Klaus Liebe; Produktionsleitung: Eberhard Honigmann; Aufnahmeleitung: Susanne Trenkel; Drehbuch: Armin D. Steuer; Kamera: Peter Kaiser; Kameraassistenz: Markus Gerlach, Thomas Lauks, Reinhild Jach; Schnitt: Margitta Hilterscheid; Mitwirkung: Florian Opitz, Frank Kerkapoly (Team New York), Tommy Greeve (Team New York) |
Auftritt |
Richard von Weizsäcker (Bundespräsident); Ernst Reuter (Regierender von Berlin); Helmut Schroeter (Sohn von Liselotte Gloeden u. Erich Loevy [Gloeden]); Ruth Kopf (Tochter von Hanna Kopf, geb. Loevy u. Leo Kopf); Renate Haake (Tochter von Trude Haake, geb. Spiegel u. Willi Haake); Eva Haake (Tochter von Trude Haake, geb. Spiegel u. Willi Haake); Tilmann Buddensieg (Architekturhistoriker) |
Erwähnung |
Peter Behrens (Architekt); [Herr] Wiegand (Archeologe); Walter Gropius (Architekt); Mies van der Rohe (Architekt); Roland Freisler (Vorsitzender des Volksgerichtshofs) |
Gegenstand |
Samuel Loevy (Gründer der Firma "S.A. Loevy"); Rebecka Loevy (Frau von Samuel Loevy); Siegfried Loevy (Sohn von Rebecka u. Samuel Loevy); Albert Loevy (Sohn von Rebecka u. Samuel Loevy); Elise Loevy (Tochter von Rebecka u. Samuel Loevy); Manfred Spiegel (Mann von Elise Loevy); Peter Loevy (Sohn von Lina u. Siegfried Loevy); Erich Loevy (auch: Erich Gloeden) (Sohn von Lina u. Siegfried Loevy); Ursula Loevy (auch: Ursula Gloeden) (Tochter von Lina u. Siegfried Loevy); Bernhard Gloeden (Adoptivvater von Ursula u. Erich Loevy); Lina Loevy (Frau von Siegfried Loevy); Franziska Loevy (Frau von Albert Loevy); Ernst Loevy (Sohn von Franziska u. Albert Loevy); Hanna Loevy (Tochter von Franziska u. Albert Loevy); Leo Kopf (Mann von Hanna Kopf, geb. Loevy); Trude Haake (Tochter von Elise Spiegel, geb. Loevy u. Manfred Spiegel); Willi Haake (Mann von Trude Haake, geb. Spiegel); Liselotte Gloeden (Frau von Erich Loevy [Gloeden]); Hans Bötzelen (übernimmt infolge von Arisierung die Firma "S.A. Loevy"); [Herr] Heidenfeld (Freund von und Untermieter bei Manfred Spiegel); Fritz Lindemann (General, Widerstandskämpfer, von Erich Loevy [Gloeden] versteckt); Elisabeth Kuznitzky (Mutter von Lieselotte Gloeden) |
Länge |
45' |
Zeitangaben |
- 28.05.1999: Uraufführung, TV, WDR3 |
Synopsis |
Die Firma "S.A. Loevy" in Berlin ist in den 20er jahren eine renommierte Bronzegießerei, spezialisiert auf Kunstgießerei. Die "S.A. Loevy" arbeitet eng mit dem Bauhaus zusammen. Walter Gropius, Mies van der Rohe u.a. vertreiben über die "S.A. Loevy" exklusiv ihre Entwürfe für Bronzegußarbeiten. Der Traditionsbetrieb von Samuel Loevy gegründet und von seinen Söhnen Siegfried und Albert Loevy fortgeführt, ist bereits früh zum preußisch-königlichen Hoflieferanten ernannt worden und fortan beim Bau zahlreicher öffentlicher Bauten, wie Ministerien, Botschaften und Rathäuser, ein gefragter Partner. Auch die Inschrift "DEM DEUTSCHEN VOLKE" am Reichstagsgebäude wird 1916 von den Brüdern Loevy hergestellt. Albert Loevy und seine Familie leben eher jüdisch traditionell, während Siegfried Loevy einem assimilerten Lebensstil folgt und seine Kinder Erich, Ursula und Peter, der bereits im 1. Weltkrieg umkommt, taufen läßt. Siegfried Loevy, der 1936 sirbt, erlebte noch die Enteignung der Firma "S.A. Loevy". Erich Loevy, später erfolgreicher Architekt, und Ursula Loevy werden von deutschen Freunden adoptiert und heißen fortan Gloeden. Erich Gloeden gelingt es, einige Juden und einen Verschwörer des 20. Juli zu verstecken, wobei er 1944 schließlich erwischt, vom Volksgerichtshof zusammen mit seiner Frau und Schwiegermutter zum Tode verurteilt und hingerichtet wird. Nur Albert Loevys Schwiegersohn Leo Kopf und seine Familie überleben durch die Emigration in die USA. |
Schlagworte |
1990-1999; Arisierung; Auschwitz (KZ); Bauhaus; Berlin; Familienleben; Holocaust-Überlebender; Theresienstadt (Ghetto); Widerstand |
Kopien |
- Westdeutscher Rundfunk (WDR), Köln: 45' |
Literatur |
- rbh: "Tragödie einer jüdischen Familie", in: Hamburger Abendblatt, 28.05.1999 |
Vor- / Nachspann |
- 1. DIE / LOEVYS / Eine Familiengeschichte |