Fritz Bauer Institut · Cinematographie des Holocaust


Memoria. R: Gabbai [IT, 1997]

ID

FBW002610      Dokumentarfilm

Land / Jahr

Italien, 1997

Originaltitel

Memoria

Regie

Ruggero Gabbai

Produktion

Forma International, Mailand

Prod. / Stab

Produzent: Elliot Malki; Drehbuch: M. Pezzetti, L. Picciotto Fargion; Kamera: Sefi Baruch, Nicolò Bongiorno; Schnitt: Daniele Orsini; Ton: Roberto Serra; Musik: Mario Piacentini

Statement(s) von

Elisa Springer

Länge

84'

Format

35mm/farbe/1:1,37

Zeitangaben

- 19.02.1997: Uraufführung, Berlin (47. Internationale Filmfestspiele, Kino 7, 27. Internationales Forum des Jungen Films)

Synopsis

Im November 1995 betritt Elisa Springer wieder die ‘Sauna’ des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Sie ist eine von neunzig Überlebenden des Holocaust, die Zeugnis abgelegt haben für das ‘Archivio della Memoria’, das ‘Archiv der Erinnerung’ in Rom, den Ausgangspunkt dieses Films. Vierzig Jahre hat sie über ihre Tragödie geschwiegen und sich jetzt zum Reden entschlossen, um sich gegen die immer stärker werdende Tendenz des Leugnens der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik aufzulehnen. Über 8500 Juden wurden zwischen 1943 und 1945 aus Italien nach Auschwitz und in andere Lager deportiert. Etwa 800 von ihnen überlebten. Sie sprechen an den Orten, an denen sich die Ereignisse abgespielt haben: im jüdischen Viertel von Rom, in den Gefängnissen von Mailand, Rom, Florenz, Triest und Genua, im Lager Risiera di San Sabba, im Durchgangslager Fossoli, im Mailänder Hauptbahnhof etc. Eine weitere Besonderheit besteht darin, daß die Zeitzeugen nicht von Journalisten, sondern von Historikern befragt werden, die sich zuvor intensiv mit den Lebensumständen jedes einzelnen beschäftigt haben.

Schlagworte

1930-1939; 1940-1949; 1990-1999; Auschwitz (KZ); Auschwitz II; Auschwitz-Leugnung; Deportation; Gedenkstätte; Genua; Holocaust-Überlebender; Italien; Lager; Rom; Sauna (Auschwitz II); Vernichtung