Fritz Bauer Institut · Cinematographie des Holocaust
ID |
FBW001775 Dokumentarfilm |
Land / Jahr |
Frankreich, 1985 |
Originaltitel |
SHOAH |
Andere Titel |
SHOAH (deutscher Titel) |
Regie |
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Produktion |
Les Films Aleph, Paris / Historia Films, Paris; für Westdeutscher Rundfunk (WDR), Köln |
Prod. / Stab |
Aufnahmeleitung: Stella Gregorz-Quef, Severine Olivier-Lacamp; Regieassistenz: Corinna Coulmas, Irène Steinfeldt-Lévi; Kamera: Dominique Chapuis, Jimmy Glasberg, William Lubchansky; Kameraassistenz: Caroline Champetier de Ribes, Jean-Yves Escoffier, Slavek Olczyk, Andres Silvart; Schnitt: Ziva Postec, Anna Ruiz (für eine der Treblinka-Sequenzen); Tonschnitt: Danielle Fillios, Anne Marie L'Hote, Sabine Mamou, Catherine Sabba (Tonschnittassistenz), Catherine Trouillet (Tonschnittassistenz); Schnittassistenz: Geneviève de Gouvion Saint-Cyr, Benedicte Mallet, Yael Perlov, Christine Simonet; Ton: Bernard Aubouy, Michel Vionnet (Israel); Recherche: Corinna Coulmas (Recherche-Assistenz), Irène Steinfeldt-Lévi (Recherche-Assistenz), Shalmi Bar Mor (Recherche-Assistenz) |
Statement(s) von |
Simon Srebnik (Überlebender der zweiten Vernichtungsphase von Chelmno); Mordechai Podchlebnik (Überlebender der ersten Vernichtungsphase von Chelmno); Hanna Zaidl (Tochter von Motke Zaidl); Motke Zaidl (Überlebender von Wilna); Itzhak Dugin (Überlebender von Wilna); Jan Piwonski (Einwohner von Sobibor, Hilfsweichensteller); Richard Glazer (Überlebender von Treblinka); Paula Biren (Überlebende von Auschwitz); Pana Pietyra (Einwohnerin von Auschwitz); Pan Filipowicz (Bewohner von Wlodowa. Zeuge der Deportation der Juden von Wlodowa); Pan Falborski (Einwohner von Kolo); Abraham Bomba (Friseur in der Gaskammer von Treblinka); Czeslaw Borowi (Polnischer Bauer); Henrik Gawkowski (Polnischer Lokführer); Rudolf Vrba (Mitglied der Widerstandsbewegung); Inge Deutschkron (Lebte während des ganzen Krieges in Verstecken in Berlin); Franz Suchomel (SS-Unterscharführer; ab August 1942 Wächter in Treblinka); Filip Müller (Überlebender der fünf Liquidierungen des Sonderkommandos von Auschwitz); Joseph Oberhauser (Fahrer von Globocznik, des Leiters der Aktion Reinhard); Alfred Spiess (Oberstaatsanwalt, Vertreter der Anklage in beiden Treblinka-Prozessen); Raul Hilberg (Historiker, USA); Franz Schalling (Mitglied der Schutzpolizei, Chelmno - "Schloßkommando"); Martha Michelsohn (Ehefrau des Nazi-Lehrers von Chelmno); Moshe Mordo (Überlebender von Auschwitz); Armando Aaron (Vorstehender d jüd. Gemeinde von Korfu; Überlebender von Auschwitz); Walter Stier (Generaldirektion der Ostbahn/Deutsche Reichsbahn in Krakau; Gedob in Warschau); Ruth Elias (Überlebende des tschechischen Familienlagers in Auschwitz); Jan Karski (Ehemaliger Kurier der polnischen Exilregierung); Franz Grassler (Stellvertreter des Nazi-Kommisars Auerswald für das Warschauer Ghetto); Gertrude Schneider (mit ihrer Mutter. Überlebende des Warschauer Ghettos); Itzhak Zuckermann (Überlebender des Warschauer Ghettos, 2. Befehlshaber der jüdischen Kampforganisation); Simha Rottem (Überlebender des Warschauer Ghettos, Mitglied der JKO) |
Länge |
566'; 274' (Teil 1); 292' (Teil 2) |
Format |
16mm (auf 35mm aufgeblasen)/farbe/1:1,37 |
Zeitangaben |
- 30.04.1985: Uraufführung, Paris |
Synopsis |
Der neuneinhalbstündige Film "Shoah" handelt, wie Claude Lanzmann selbst immer wieder betont, von der "Radikalität des Todes". Dementsprechend komponiert er das Thema der Vernichtung, wobei er auf jegliche Art von Archivmaterial verzichtet. Stattdessen befragt er Opfer, Täter und sogenannte Zuschauer, und verknüpft deren Aussagen und Gesichter mit Aufnahmen der Orte in ihrem heutigen Erscheinungsbild. Der Rezipient muß sich dadurch ein eigenes Bild machen, eine eigene Vorstellung entwickeln, von dem was er hört und sieht - oder vielfach, was gerade nicht (mehr) zu sehen ist. Besondere Beachtung verdient weiterhin die Befragungsmethode des Regisseurs, die der Sartreschen Psychoanalyse geschuldet ist, und mit Hilfe derer vielfach die Befragten quasi überredet werden, Situationen nicht nur zu erzählen, sondern wieder-zu-erleben. Themenschwerpunkte des Films sind die Vernichtung in den Lagern Treblinka und Auschwitz, Chelmno, das Schicksal des tschechischen Familienlagers in Auschwitz und des Warschauer Ghettos, sowie der bürokratische Prozess der Vernichtung. |
Schlagworte |
Antisemitismus nach dem Zweiten Weltkrieg; Arbeitskommando; Auschwitz II; Belzec (Vernichtungslager); Beseitigung von Leichen; Chelmno (Vernichtungslager); Denkmal; Deportation; Deutsche Industrie; Deutsche Reichsbahn; Eisenbahn; Erschießung von KZ-Häftlingen; Gaskammer; Gaswagen; Geschichte der Judenverfolgung; Ghettoaufstand; Ghettokämpfer; Häftlingsunterkunft; Holocaust-Überlebender; Israel; Juden aus Griechenland; Juden aus Osteuropa; Juden aus Ungarn; Judentransport; Judenverfolgung; Judenvernichtung; Konzentrationslager; Kriegsverbrecher; KZ-Häftling; Leiche; Massengrab; Oswiecim; Pole (Staatsangehöriger); Polen; Sonderkommando (Arbeitskommando); SS-Führer; Theresienstädter Familienlager (Auschwitz II); Treblinka (Museum); Vernichtungslager; Warschau; Warschauer Ghettoaufstand; Yad Vashem; Zeitzeuge |
Kopien |
- Freunde der Deutschen Kinemathek, Berlin: 566'; 274' (Teil 1); 292' (Teil 2); 16mm |
Literatur |
- Insdorf, Annette: Indelible Shadows. Film and the Holocaust. New York, NY: Random House, 1983 |