Fritz Bauer Institut · Cinematographie des Holocaust


Ufa-Tonwoche // [Nr. 264 / 25.09.1935] ///. R: ? [DE, 1935]

ID

FBW000841      Wochenschau

Land / Jahr

Deutschland, 1935

Originaltitel

Ufa-Tonwoche // [Nr. 264 / 25.09.1935] ///

Andere Titel

[Beitrag 2: Goebbels spricht auf dem Reichsparteitag 1935 in Nürnberg]

Produktion

Universum-Film AG (Ufa), Berlin

Auftritt

Joseph Goebbels (Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda)

Länge

323 m / 11'48'' (Wochenschau); 57m / 2'06'' (Beitrag 2)

Format

35mm/sw/1:1,37

Zeitangaben

- 13.09.1935: Drehzeit Beitrag 2
- 25.09.1935: Zensurdatum B 40181

Anmerkungen

1. "Freitag: morgens halte ich meine Kongreßrede. Mit fulminantem Erfolg. Führer ehrlich begeistert. Stürme von Beifall. Mein Material wirkt erschütternd. Das soll in der Weltpresse hinhauen." In: Joseph Goebbels: Tagebücher, Eintragung vom 15.09.1935.

Weitere Angaben

- Zensurlänge: 323 m / 11'48''
- Drehort: Nürnberg (Beitrag 2)

Synopsis

Beitrag 2: Joseph Goebbels (Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda) spricht am 13. September 1935 in der Nürnberger Kongreßhalle während des Reichsparteitages der NSDAP über den "Bolschewismus" als "Kampfansage des von Juden geführten internationalen Untermenschentums gegen die Kultur".

Schlagworte

1930-1939; Antibolschewismus; Antisemitische Propaganda; Nürnberg; Nürnberger Parteitage

Kopien

- Bundesarchiv - Filmarchiv, Berlin: 209 m / 7'38''; 35mm
- Bundesarchiv - Filmarchiv, Berlin: 88 m / 8'00''; 16mm

Inhalt (detailliert)

Protokoll (- min'sek''):
Beitrag 2:
- 0'00'' Schrifteinblendung "Front gegen Moskau". Schrifteinblendung "Dr. Goebbels"
- 0'02'' Joseph Goebbels (Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda) spricht an Pult (halbnah)
- 0'56'' Goebbels spricht an Pult (nah)
- 1'41''-2'06''' Goebbels spricht an Pult (halbnah)
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- 1'41''-2'06'' O-Ton: "Während der Nationalsozialismus eine neue Fassung und Formung der europäischen Kultur in die Wege leitet, ist der Bolschewismus die Kampfansage des von Juden geführten internationalen Untermenschentums gegen die Kultur an sich. Er ist nicht nur anti-bürgerlich, er ist anti-kulturell. Er bedeutet in der letzten Konsequenz die absolute Vernichtung aller wirtschaftlichen, sozialen, staatlichen, kulturellen und zivilisatorischen Errungenschaften des Abendlandes zu Gunsten einer wurzellosen und nomadenhaften internationalen Verschwörerclique, die im Judentum ihre Repräsentanz gefunden hat. In der Propaganda redet man von der Sowjetunion als dem Kinderparadies, das die glücklichste Jugend der Welt beherbergt. Die Wirklichkeit dagegen spricht von Millionen verwahrloster Kinder, von Kinderarbeit, ja sogar von wieder eingeführter Todesstrafe für Kinder. Die bolschewistische Propaganda lügt von der Befreiung der Frau durch den Kommunismus. Die Wirklichkeit zeigt eine vollkommene Auflösung der Ehe, furchtbarste Zersetzung und Aufhebung jeglichen Familienlebens, Frauenarbeit und eine erschreckend zunehmende Prostitution. Die Geschichte wird einmal dem Führer das Zeugnis ausstellen müssen, daß er durch die Niederwerfung des Bolschewismus Deutschland vor der akutesten und tödlichsten Gefahr rettete und damit die ganze abendländische Kultur vom Abgrund ihrer vollkommenen Vernichtung zurückriß."
Erschließung durch das Bundesarchiv - Filmarchiv, Berlin, redigiert