Fritz Bauer Institut · Cinematographie des Holocaust


Deutsche Wochenschau // [Nr. 567 / 30 / 16.07.1941] ///. R: ? [DE, 1941]

ID

FBW000829      Wochenschau

Land / Jahr

Deutschland, 1941

Originaltitel

Deutsche Wochenschau // [Nr. 567 / 30 / 16.07.1941] ///

Andere Titel

[Beitrag 12: Die Greulltaten der GPU-Bestien]

Produktion

Deutsche Wochenschau GmbH, Berlin

Länge

1066 m / 38'58'' (Wochenschau); 75 m / 2'46'' (Beitrag 12)

Format

35mm/sw/1:1,37

Zeitangaben

- 16.07.1941: Zensurdatum B 55663; B 55664

Weitere Angaben

- Zensurlänge: 1066 m / 38'58''
- Drehort: Riga (Beitrag 12)

Synopsis

Beitrag 12: Judenverfolgungen in Riga. Jüdische (K-Ton) Zwangsarbeiter heben unter SS-Bewachung an einem Waldrand bei Riga eine Grube aus. Lettische Nationalisten (in Zivil) schlagen einen jungen Mann nieder, treiben Männer vor sich her und schleifen einen jungen Mann über die Straße. Wehrmachtsangehörige schauen dem Pogrom zu. Die brennende Synagoge in Riga (nachts). Flammen schlagen aus dem Dachstuhl.

Schlagworte

1940-1949; Judenverfolgung; Pogrom; Riga; Synagoge; Zwangsarbeit; Zwangsarbeiter

Kopien

- Bundesarchiv - Filmarchiv, Berlin: 1053 m (Akt 1: 263 m; Akt 2: 295 m; Akt 3: 266 m; Akt 4: 229 m) 38'29''; 35mm

Inhalt (detailliert)

Protokoll (- m)
Beitrag 12:
- 190 Graphikeinblendung: "Ausschnitt Ostpreußen, Baltikum und UdSSR mit den eingezeichneten Städten: Libau, Schaulen, Jonava [Janowo], Grodno, Bialystok, Minsk, Brest-Litowsk und [unterstrichen] Riga, Dünaburg, Kowno, Kalvaria, Wilna"
- 192 Deutsche Kavallerie beim Einmarsch in Riga. Sonderfahrzeuge mit Lafetten rollen durch Straße, zerstörtes Sonderfahrzeug im Vordergrund. Sicht durch zerbombte Hauswand auf Straße mit vorbeirollenden Panzern (div. kurze Einst.)
- 198 Räder zertrümmerter Pferdekutschen liegen auf Straße. Menschenleichen, Pferdekadaver, zerstörte Kutschen auf Straße u. Bürgersteig (zwei Einst.)
- 202 Zerstörter Straßenzug in Riga, Trümmer auf Straße (Schwenk, Totale). Zerbombte Häuser u. Kirche, Zivilisten bei Aufräumarbeiten in Trümmern, Soldat malt (Schwenk)
- 210 Männer bei Aufräumarbeiten (halbnah). Jüdische (K-Ton) Zwangsarbeiter mit Schaufeln beim Absteigen von LKW auf Weg zu Einsatz (Schwenk). Männer planieren mit Schaufeln Erde, deutscher Soldat schreit einen Juden an (div. kurze Einst., z. T. halbnah)
- 219 Männer ziehen Oberbekleidung aus, heben Graben aus (div. kurze Einst., halbnah)
- 225 Holzbaracke außen u. innen. Zivilisten transportieren Toten auf Bahre, im Hintergrund Leichen nebeneinander zur "Schau" ausgelegt (Schwenk). Leichnam wird von Bahre gerollt u. neben Leichen gelegt (div. kurze Einst., z. T. halbnah)
- 233 Trauernde umstehen vier Tote. Leichnam wird in Holzsarg gelegt, weinende Frauen (div. kurze Einst., z. T. halbnah)
- 245 Männlicher Leichnam. Zwei tote Kinder auf Boden (halbnah). Weinende Frau vor Holzhäusern (div. kurze Einst.)
- 253 Zivilisten prügeln auf belebter Straße Mann zu Boden, Fotograf im Hintergrund. Zivilist verfolgt Mann auf Straße, zerrt ihn an Haaren. Zwei Zivilisten schleifen Mann über Straße (div. kurze Einst.)
- 259’-265 Brennende Synagoge in Riga (div. kurze Einst., z. T. nah)
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- 190-265’ Kommentarton: “An der baltischen Front: Einmarsch in Riga. Über diese Straße verließen die Sowjets fluchtartig die Stadt. Auch diese alte deutsche Hansestadt wurde von den sowjetischen Mordbrennern nicht verschont. Jahrhundertealte Kulturdenkmäler gingen in Flammen auf. So sieht der Krieg aus, den die Bolschewisten über Deutschland und ganz Europa bringen wollten. Die faulenzenden Juden werden sofort zu den Aufräumungsarbeiten herangezogen (IT). In der Umgebung von Riga: In diesem Schuppen fand man die grausam zerstückelten und verstümmelten Leichen lettischer Nationalisten. Sie wurden von den GPU-Agenten in bestialischer Weise gequält und abgeschlachtet. Mit diesen grauenvollen Mordtaten hat der Bolschewismus der Welt wieder einmal sein wahres Gesicht gezeigt. (IT) Zorn und Empörung der Bevölkerung gegen die feigen, meist jüdischen Mordbuben kennen keine Grenzen. Hier werden die Schuldigen an dem namenlosen Unglück ungezählter Menschen von den erbitterten Angehörigen gestellt und dem verdienten Strafgericht ausgeliefert. Die Synagoge von Riga, die von den GPU-Kommissaren bei ihrem Zerstörungswerk wie überall anderswo verschont worden war, ging wenige Stunden später in Flammen auf.“
Erschließung durch das Bundesarchiv - Filmarchiv, Berlin, redigiert