Fritz Bauer Institut · Cinematographie des Holocaust
ID |
FBW000799 Kurz-Dokumentarfilm / Amateurfilm |
Land / Jahr |
Deutschland, 1941 |
Originaltitel |
Judenexekution in Libau 1941 [ET] |
Prod. / Stab |
Kamera: Reinhard Wiener |
Länge |
2'04'' |
Format |
8mm/sw |
Zeitangaben |
- 24.07.1941-25.07.1941: Drehzeit (24. oder 25.07.1941) |
Anmerkungen |
1. Das Bundesarchiv - Filmarchiv kaufte 1965 das Ausgangsmaterial von Reinhard Wiener. Wiener erläuterte die Umstände der Entstehung des Filmes: "Als ehemaliger Angehöriger der Kriegsmarine und zufälliger Zeuge der Exekution kann ich außer dem ungefähren Zeitpunkt (Ende Juli/Mitte August 1941) und dem Ort (Libau, südlich der Mole) zur Zeit noch keine näheren Angaben machen." Wiener verweist auf den Prozeß gegen Rosenstock und andere wegen Mordes und anderer Vergehen vor dem Landgericht Hannover 1965, bei dem der Film als Beweismittel vorlag. |
Weitere Angaben |
- Tonsystem: ohne Ton |
Synopsis |
Amateurfilm des Marinesoldaten (Marine-Flak-Abt. 707) Reinhard Wiener, der im August 1941 in Libau (Lettland), Massenerschießungen von Juden aufnahm. Am Stadtrand von Libau klettern Juden von einem Lastkraftwagen. Lettische Bewacher treiben sie im Laufschritt zur Hinrichtungsstätte. Aufstellung der Juden am Rand der ausgehobenen Grube und Erschießung durch das Exekutionskommando. Auf die Leichen in der Grube wird Sand geschaufelt. Der Exekution schauen zahlreiche Wehrmachtsangehörige von Heer und Marine zu. Eine von insgesamt drei von Reinhard Wiener mit einer CINE KODAK 8 mit Federwerk gefilmten Exekutionen. |
Schlagworte |
1940-1949; Exekutionskommando; Hinrichtung; Libau |
Kopien |
- Bundesarchiv - Filmarchiv, Berlin: 22,7 m / 2'04''; 16mm |
Materialien |
- Landesgericht Hannover, Hannover; Prozeß gegen Rosenstock und andere (Geschäfts-Nr. 2 Js 291/60) |
Literatur |
- Kuball, Michael: Familienkino. Band 2, Hamburg, 1980 |
Inhalt (detailliert) |
Einstellungsprotokoll (- m): |